Block 3 — Vorbereitung

Unternehmen und Märkte

Worum es geht

Block 3 wechselt die Perspektive vom einzelnen Konsumenten zum Unternehmen. Warum gibt es Unternehmen überhaupt — und warum sind manche groß? Wir untersuchen die Kostenstruktur (Skaleneffekte, Fixkosten), die Nachfrageseite (Elastizität als Schlüsselbegriff), und das Zusammenspiel beider in der Gewinnmaximierung. Daraus ergibt sich die zentrale Frage des Blocks: Wann ist ein Markt wettbewerblich, wann monopolisiert — und welche Wohlfahrtsfolgen hat das? Die KI-Brücke: Plattformökonomie und Skaleneffekte digitaler Märkte machen diese Fragen heute aktueller denn je.

So arbeiten wir

Der Kurs nutzt die Jigsaw-Methode: Jede Sitzung wird durch vier Vorbereitungsaufträge eingeleitet, die sich auf vier komplementäre Teilthemen beziehen. Sie werden von vier zufällig gebildeten Gruppen parallel bearbeitet — jede Gruppe konzentriert sich auf einen Auftrag und bringt ihre Erkenntnisse in die Präsenzsitzung ein, wo wir die Stränge zusammenführen.

Konkret bedeutet das:

  • Die Gruppeneinteilung erfolgt für jeden Block neu über MS Teams Aufgaben (zufällig).
  • Jede Gruppe nutzt ihren eigenen MS Teams Kanal zur Kollaboration und zur Veröffentlichung der Ergebnisse (Whiteboard-Foto, OneNote-Antwort, Verständnisprobleme, Erledigt-Post).
  • In der Präsenzsitzung präsentiert jede Gruppe ihren Auftrag den anderen.
  • Anschließend integrieren wir die Stränge zu einem Gesamtbild — siehe Lernziele für die Präsenz unten.
TippHinweis zur Klausurvorbereitung

Auch wenn jede Gruppe nur einen Auftrag bearbeitet — alle vier Aufträge sind hier sichtbar. Klappen Sie die Akkordeon-Boxen unten gerne auf, um die Vorbereitungsaufträge der anderen Gruppen einzusehen. Für die Klausurvorbereitung ist die Auseinandersetzung mit allen vier Strängen wichtig.

Lernziele für die Präsenz

Durch die Zusammenführung der vier Gruppenerkenntnisse in der Sitzung erarbeiten wir:

  • Kostenstrukturen (fix, variabel, durchschnittlich, marginal) anwenden können.
  • Preiselastizität berechnen und interpretieren.
  • Den Wohlfahrtsverlust eines Monopols grafisch darstellen.
  • Den Übergang von perfekter Konkurrenz zu monopolistischer Konkurrenz und Marktmacht nachvollziehen.

Vorbereitungsaufträge

Klicken Sie auf den jeweiligen Auftrag, um die Details auszuklappen.

Lernziele

  • Methodisch: Ihr könnt die Kostenfunktion einer Firma (Gesamtkosten, fixe Kosten, variable Kosten) grafisch darstellen.
  • Inhaltlich: Ihr versteht, warum große Unternehmen Kostenvorteile haben und welche Rolle fixe und variable Kosten dabei spielen.

Leseauftrag

  • CORE Micro Kap. 7, Abschnitte 7.1 bis 7.3 – Lest vollständig. Achtet besonders auf die Unterscheidung von fixen und variablen Kosten (7.2), die Kostenfunktion „Beautiful Cars” (Abbildungen 7.7 und 7.8) und die Bedeutung von Skaleneffekten für die Unternehmensgröße (7.3).

Whiteboard-Aufgabe

Zeichnet die Kostenkurven des Beispielunternehmens „Beautiful Cars” aus CORE 7.2: (a) Gesamtkostenkurve (y-Achse: Kosten; x-Achse: Menge), (b) daneben Durchschnittskosten- und Grenzkostenkurve. Beschriftet fixe Kosten, variable Kosten und markiert, wo die Durchschnittskosten ihr Minimum erreichen.

Leitfrage (ca. 250 Wörter in OneNote)

CORE 7.1–7.3 zeigt, dass große Unternehmen wie Walmart oder Samsung die Wirtschaft dominieren. Erklärt anhand des Textes: (a) CORE nennt in Abschnitt 7.2 konkrete Beispiele für fixe und variable Kosten bei „Beautiful Cars”. Welche sind das, und warum sinken die Durchschnittskosten (Abbildung 7.7) mit steigender Produktionsmenge? (b) Betrachtet Abbildung 7.8: Warum schneidet die Grenzkostenkurve die Durchschnittskostenkurve genau in deren Minimum? Erklärt den Zusammenhang in eigenen Worten.

KI-Teaser (für die Präsenz)

Überlegt: Wie sieht die Kostenstruktur eines KI-Unternehmens aus (z. B. OpenAI oder Anthropic)? Hohe Fixkosten für Training – aber was sind die variablen Kosten pro Nutzeranfrage?

Verständnisprobleme

Notiert euch Begriffe oder Argumentationsschritte, die ihr beim Lesen nicht nachvollziehen konntet, zur Klärung in der Präsenzveranstaltung.

Abgabe-Checkliste

Lernziele

  • Methodisch: Ihr könnt die Preiselastizität der Nachfrage berechnen, grafisch ablesen und ihre Bedeutung für Erlöse erklären.
  • Inhaltlich: Ihr versteht den Zusammenhang zwischen Elastizität, Grenzerlös und der Preissetzungsmacht einer Firma.

Leseauftrag

  • CORE Micro Kap. 7, Abschnitte 7.4 bis 7.5 – Lest vollständig. Arbeitet besonders die Berechnung der Elastizität (Abbildung 7.10/7.11) und den Zusammenhang zwischen Elastizität und Erlös (Abbildung 7.13) durch.

Whiteboard-Aufgabe

Zeichnet eine lineare Nachfragekurve (y-Achse: Preis; x-Achse: Menge). Markiert darauf den elastischen Bereich (|ε| > 1), den Punkt der Einheitselastizität (|ε| = 1) und den unelastischen Bereich (|ε| < 1). Notiert daneben: In welchem Bereich steigt der Erlös bei Preissenkung, in welchem sinkt er?

Leitfrage (ca. 250 Wörter in OneNote)

CORE 7.4–7.5 führt die Preiselastizität der Nachfrage als zentrale Kennzahl ein. Erklärt anhand des Textes: (a) CORE berechnet in Abbildung 7.10 die Elastizität an einem konkreten Punkt der Nachfragekurve. Beschreibt den Rechenweg aus der Abbildung in eigenen Worten: Welche zwei Größen werden ins Verhältnis gesetzt? (b) Abbildung 7.13 zeigt den Zusammenhang zwischen Elastizität und Erlös. Warum würde eine gewinnmaximierende Firma niemals einen Preis im unelastischen Bereich der Nachfragekurve setzen – was passiert dort mit dem Grenzerlös?

KI-Teaser (für die Präsenz)

Überlegt: Ist die Nachfrage nach KI-Dienstleistungen (z. B. ChatGPT-Abonnements) eher elastisch oder unelastisch? Wovon könnte das abhängen?

Verständnisprobleme

Notiert euch Begriffe oder Argumentationsschritte, die ihr beim Lesen nicht nachvollziehen konntet, zur Klärung in der Präsenzveranstaltung.

Abgabe-Checkliste

Lernziele

  • Methodisch: Ihr könnt das Gewinnmaximum grafisch und verbal herleiten (MR = MC) und den Wohlfahrtsverlust (Deadweight Loss) bestimmen.
  • Inhaltlich: Ihr versteht, warum ein Preis über den Grenzkosten zu einem gesellschaftlichen Wohlfahrtsverlust führt.

Leseauftrag

  • CORE Micro Kap. 7, Abschnitte 7.6 bis 7.7 – Lest vollständig. Arbeitet die Herleitung des Gewinnmaximums über Isoprofitlinien und die MR=MC-Bedingung durch (Abbildungen 7.15–7.18). Versteht die Aufteilung in Konsumentenrente, Produzentenrente und Deadweight Loss (Abbildung 7.20).

Whiteboard-Aufgabe

Zeichnet das Gewinnmaximierungsdiagramm aus CORE 7.6: Nachfragekurve, Grenzkostenlinie, Grenzerlöskurve. Markiert die gewinnmaximierende Menge (MR = MC) und den zugehörigen Preis. Schraffiert in einem zweiten Diagramm (wie Abb. 7.20): Konsumentenrente, Produzentenrente und den Deadweight Loss.

Leitfrage (ca. 250 Wörter in OneNote)

CORE 7.6–7.7 zeigt, wie eine Firma mit Marktmacht ihren Gewinn maximiert – und warum das zu einem gesellschaftlichen Problem führt. Erklärt anhand des Textes: (a) Warum maximiert die Firma ihren Gewinn genau dort, wo Grenzerlös = Grenzkosten (MR = MC)? Was passiert, wenn sie mehr oder weniger produziert? (b) Warum entsteht durch den Preis über Grenzkosten ein Deadweight Loss – wer verliert dabei, und was genau geht „verloren”?

KI-Teaser (für die Präsenz)

Überlegt: Wenn ein KI-Monopolist (z. B. ein dominanter Cloud-Anbieter) den Preis weit über seine Grenzkosten setzt – wie groß könnte der Deadweight Loss für die Gesellschaft sein?

Verständnisprobleme

Notiert euch Begriffe oder Argumentationsschritte, die ihr beim Lesen nicht nachvollziehen konntet, zur Klärung in der Präsenzveranstaltung.

Abgabe-Checkliste

Lernziele

  • Methodisch: Ihr könnt erklären, wie der Grad des Wettbewerbs die Preiselastizität und damit den Preisaufschlag (Markup) einer Firma beeinflusst.
  • Inhaltlich: Ihr versteht, warum Produktdifferenzierung Marktmacht erzeugt und welche Rolle Markteintrittsbarrieren spielen.

Leseauftrag

  • CORE Micro Kap. 7, Abschnitte 7.8 bis 7.9 – Lest vollständig. Achtet auf den Zusammenhang zwischen Anzahl der Wettbewerber, Elastizität und Markup (Abbildung 7.22). Versteht, wie Firmen durch Produktdifferenzierung und Werbung ihre Nachfragekurve verschieben (7.9).

Whiteboard-Aufgabe

Zeichnet zwei Nachfragekurven für dasselbe Produkt: eine steilere (wenig Wettbewerb, geringe Elastizität, hoher Markup) und eine flachere (viel Wettbewerb, hohe Elastizität, niedriger Markup). Markiert den jeweiligen Gewinnmaximierungspunkt und den Preisaufschlag über den Grenzkosten.

Leitfrage (ca. 250 Wörter in OneNote)

CORE 7.8–7.9 zeigt, dass die Marktmacht einer Firma davon abhängt, wie viele und wie ähnliche Konkurrenten sie hat. Erklärt anhand des Textes: (a) Warum führt mehr Wettbewerb zu einer elastischeren Nachfragekurve und damit zu einem niedrigeren Markup? (b) Wie können Firmen laut CORE 7.9 durch Produktdifferenzierung (z. B. Markenbildung, Werbung) ihre Marktmacht aktiv erhöhen? Nennt ein Beispiel aus dem Text.

KI-Teaser (für die Präsenz)

Überlegt: Wie differenzieren sich KI-Anbieter (OpenAI, Google, Anthropic) voneinander? Ist KI ein „differenziertes Produkt” oder ein „Commodity”?

Verständnisprobleme

Notiert euch Begriffe oder Argumentationsschritte, die ihr beim Lesen nicht nachvollziehen konntet, zur Klärung in der Präsenzveranstaltung.

Abgabe-Checkliste

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